Wärmebildkamera Test – Die besten Wärmebildkameras für die Jagd

Benjamin Wagner

In Kooperation mit LivingActive präsentieren wir Ihnen hier unseren großen Wärmebildkamera Test. Sie finden bei uns ausführliche Testberichte zu Wärmebildkameras bekannter Hersteller sowie ausführliche Informationen zum Thema Wärmebildgeräte für die Jagd.

Mit diesen Informationen möchten wir Ihnen bei der Kaufentscheidung helfen, damit Sie die beste Wärmebildkamera für Ihre Zwecke finden.

Unsere Wärmebildkamera Empfehlungen

Je nach Anwendungsbereich werden unterschiedliche Produkte empfohlen. Hier finden Sie zu den wichtigsten Anwendungsbereichen unsere Empfehlungen.

Welche Wärmebildkamera für die Jagd

Genau wie in anderen optischen Bereichen gibt es für die Jagd unterschiedliche Wärmebildkameras in unterschiedlichen Preis- und Leistungsklassen.
Generell sollte man die Detektor Auflösung so gut und so hoch nehmen wie es das persönliche Budget zulässt.
Des weiteren spielt es eine Rolle, welcher Detektor verbaut ist und wie groß die Objektivlinse des Gerätes ist.
Bei einer Jagd bis Kirrungsdistanz und im Wald reichen oft Wärmebildkameras im unteren Preissegment aus, wenn man keine Erkennung von über 100-200 m benötigt.

Geht man nachts im Feld pirschen oder kann man über weite Flächen sehen, so sollte es eine qualitativ hochwertige Kamera sein. Liegt die Erkennung im unteren Bereich, so kann es vorkommen, dass man Objekte anpirscht, die kein Wild sind.

Um den optischen Unterschied von Wärmebildkameras zu beurteilen, sollte man sich eine Wärmebildkamera leihen oder sich diese bei einem Fachhändler genau ansehen, dieser kann dann auch bei einer Auswahl behilflich sein. Im direkten Vergleich, sieht man, welche Kamera für den jeweiligen Einsatzbereich optimal ist.

Für die Jagd gibt es verschieden Hersteller, die sich in diesem Bereich etabliert haben. Besonders durchgesetzt haben sich die Liemke Wärmebildkameras und Pulsar Wärmebildkameras. Bekannt für die Jagd sind aber auch Leupold Wärmebildkameras aus Amerika. Ein Vorreiter in diese Branche sind die Flir Wärmebildkameras. Die Wärmebildgeräte von Flir haben sich aber allerdings eher im militärischen und industriellen Bereich durchgesetzt.
Auch die Frima DDoptics aus Deutschland vertreibt unter ihrem Namen Wärmebildkameras.

Die deutsche Firma Andres Industries vertreibt mit den Wärmebildkameras Tilo-6Z und Tilo-3Z ultra kompakte und überdurchschnittlich gute Wärmebildkameras, die ungefähr die Größe einer Zigarettenschachtel haben. Diese sind sehr leicht und können mittels eines Kopfbandes vor dem Auge getragen werden. Pirscht man mit dieser Kamera, so hat man beide Hände frei zum Schießen. In einem Test dieser Wärmebildkameras zeigte sich, dass man vor allem mit dem Tilo6 und der aus Germanium bestehenden 3-Fach Vorsatzlinse auf extrem weite Distanzen etwas erkennen und auch ansprechen kann.

Um eine Wärmebildkamera als Vorsatzgerät auf einem Zielfernrohr zu verwenden, muss man die Gesetzeslage im jeweiligen Land bzw. Bundesland beachten. Zwar kann man legal solche „Dual Use“ Geräte kaufen und besitzen, allerdings ist die momentane Verwendung in Verbindung mit einem Zielfernrohr verboten.
Wärmebildvorsatzgeräte sind schon von der Bauart her bestimmt, um sie mit einer Tageslichtoptik zu verwenden. Als Hand gehaltene Wärmebildkamera eignen sich diese nur im Zusammenhang mit einer Vorsatzlinse.

Wärmebildvorsatzgeräte gibt es fast von jedem Hersteller, die auch normale Wärmebildkameras herstellen. So gibt es von Pulsar die Core Serie, welche mit einer Vorsatzlinse ausgeliefert wird. Von Liemke gibt es die Merlin Serie und von Nitehog das Chameleon und das Chaiman.
Bei den Vorsatzgeräten kann man auch die technischen Daten vergleichen, um das Können und die Qualität festzustellen.

Wärmebildkamera Pulsar vs. Liemke

Pulsar und Liemke Wärmebildgeräte unterscheiden sich in unterschiedlichen Merkmalen. Beide Firmen produzieren höchst qualitativ hochwertige Optiken. Im Wesentlichen kann man hier die technischen Daten miteinander vergleichen und sich im jeweiligen Preissegment als User das beste heraussuchen.
Generell kann man aber im Vergleich aufstellen:

Pulsar haben externe Akkus, während Liemke diese fest im Gehäuse verbaut haben. Wenn die Akku Laufzeit nicht genügen sollte, kann man sich bei Pulsar einen Ersatz Akku kaufen, während man bei Liemke eine Powerbank nutzen kann. Auch für Pulsar Geräte mit Micro USB Anschluss gibt es eine Powerbank. Des weiteren kann man bei Pulsar mittels eines Batteriehalters auch normale Batterien verwenden.
Durch die runde Form sind Liemke Keiler Geräte beidhändig nutzbar. Pulsar hingegen sind in der Axion und Helion Reihen für Rechtshänder ausgelegt. Wobei die Nutzung mit der linken Hand auch funktioniert.
Liemke nutzt, zumindest in den neueren Baureihen, den neueren Vox Detektor, während Pulsar meist noch ASI Sensoren verwendet. Es kommt allerdings nicht nur auf die Detektoren, sondern auch auf alle anderen technischen Eigenschaft an.
Eine Wärmebildkamera App gibt es für Geräte in unterschiedlichen Baureihen von beiden Firmen. Hiermit können verschieden Optionen über das Smartphone ausgeführt werden. Ansonsten müssen Bilder und Videos über ein Kabel herunter geladen werden.

Welche Pulsar Wärmebildkamera

Das Pulsar Axion Key XM30 ist das Einstiegsmodell in die Welt von Pulsar. Dieses sehr handliche Gerät eignet sich hervorragend für Wald und Kirrungsjäger. Die Pulsar Axion XM30 und XM38 eignen sich für Feldjäger, die eine gute Erkennung auf höhere Distanz benötigen. Die Pulsar Wärmebildgeräte der Axion Serie verfügen über einen 12 μm Pitch. Diese Geräte sind auf dem neuesten Stand der Technik und wurden zu der IWA 2019 in Deutschland vorgestellt.
Sehr bewert haben sich in der Mittelklasse die Modelle Pulsar Helion XQ38F und Helion XQ50F. Als Wald- und Kirrungsjäger genügt das XQ38f, da dieses eine optische Vergrößerung von nur 3,1x hat.
Bei der Feldjagd sollte man das XQ50F wählen, um das größere Objektiv und die höhere Anfangsvergrößerung von 4,1x auf weitere Distanz nutzen zu können.

In der oberen Mittelklasse finden wir die Modelle Helion XP38 und XP50. Diese überzeugen mit ihrer hohen Sensor Auflösung.
Als Binokulare Baureihe gibt es bei Pulsar die Acculate Serie. Diese sind von der optischen Leistung sehr gut, da man mit beiden Augen hindurch schauen kann. Man sollte aber beachten, dass hierbei das Schießauge auch überblendet wird. In Bundesländern in denen man mit Ausnahmegenehmigung ein Vorsatzgerät verwenden kann, spielt dies keine große Rolle, da man zum Schießen das Vorsatzgerät verwendet.

Im Test beweisen sich die Pulsar Wärmebildgeräte als sehr gut.

Geteste Wärmebildkameras: Aktuelle Testberichte

Unsere Wärmebildkamera Testberichte entstehen in Zusammenarbeit mit LivingActive. Gerne nehmen wir auch Vorschläge zu Testberichten an. Wenn Sie also einen Test zu einer speziellen Wärmebildkamera wünschen, dann schreiben Sie uns einfach über die Kommentarfunktion ganz unten.

Testberichte

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Kaufberatung: Wärmebildkamera

Was kostet eine Wärmebildkamera?

Brauchbare Wärmebildkameras gibt es z.B. von Liemke mit dem Keiler 19 Lite ab 998,-€.  Das Pulsar Axion Key gibt es bereits ab 1350,-€. Diese Geräte eignen sich vor allem auf Kirrungsdistanz also ca 50-150m. Gute Mittelklasse Geräte kosten zwischen 2000 und 3000,-€.
Die Highend Varianten mit sehr guten Auflösungen, Detektoren und großen Objektiven gehen ab ca 4000,-€ los.

Wärmebildkamera: Welche Auflösung?

Es gibt generell zwei verschiedene Angaben zu der Auflösung der Wärmebildkameras. Die Detektor und die Display Auflösung.
Detektor Auflösungen gibt es meist in folgenden Größen:

  • 240×180,
  • 384×288
  • 640×512 usw.

Je höher diese Pixelanzahl ist, desto besser kann danach das Bild dargestellt werden. Aber nicht alleine die Pixelanzahl spielt dabei eine Rolle, auch die Art des Sensores. Dabei können wir generell drei Detektoren voneinander unterscheiden. Es gibt den älteren ASI Detektor, den Vox Detektor und den momentan neuesten VOx Keramik Detektor.
Die Konturen von Bildern, die von Vox Detektoren ausgehen, werden im Allgemeinen schärfer dargestellt. Der Vox Keramik Detektor verfügt auch noch über die Eigenschaft, dass dieser nur sehr wenig Strom verbraucht und sich somit auch die Akku Laufzeit verlängert.
Je besser der Detektor ist, umso schärfer wird das Bild dargestellt. Dabei kommt es allerdings auch auf die Größe der einzelnen Pixel an. Diese Größe wird in µm angegeben. Je kleiner diese Angabe ist, umso besser.
Momentan ist eine Größe des Pixel von 17µm Pitch Standart, allerdings kommen gerade Wärmebildkameras auf den Markt, die mit 12 μm Pitch arbeiten. Diese kleineren Pixel finden wir z.B. in der preiswerten Pulsar Axion Key 30, aber auch in sehr hochwertigen Geräten, wie dem Liemke Bussard-100 Bino.

Die Auflösung der Displays sind z.B.:

  • 640×480
  • 720×540
  • 1280×540 uvm.

Je höher die Auflösung des Detektors und die des Displays ist, umso genauer wird das Bild wiedergegeben und umso mehr kann man damit erkennen.

Hochwertige Wärmebildgeräte haben  zu den hohen Auflösungen noch eine große Objektivlinse. Je größer und hochwertiger diese Linse ist, desto mehr Infrarotwellen können hindurchdingen und umso mehr unterschiedlich Temperaturen können dargestellt werden.
Im Wärmebildkamera Test zeigt sich, dass es auf die Wertigkeit der verbauten Materialien ankommt.

Um nun ein „flüssiges“ Bild zu erhalten, ist es wichtig, dass die Bildfrequenz bei 50Hz liegt.

Wärmebildkamera: Was beachten?

Bei der Auswahl der Wärmebildkamera sollte man beachten, in welchem Revier man zur Jagd geht. Ist es ein reines Feldrevier, kann die optische Anfangsvergrößerung hoch sein z.B. bei 3-5 fach.
Ist man in einem reinen Waldrevier unterwegs, sollte die Anfangsvergrößerung nicht größer als 1 oder 2 fach sein. Bei gemischten Revieren sollter der Wert dazwischen liegen.

Je größer der Objektivdurchmesser des Wärmebildgerätes und je besser der Detektor ist, umso besser wird das Bild, das auf dem Display wiedergegeben wird. Auch die Auflösung des Displays sollte hoch gewählt werden, damit man auch kleinere Details erkennen kann.
Des weiteren spielt eine einfache Bedienung eine große Rolle. Die Kamera sollte auch im Winter mit Handschuhen gut bedienbar sein.
Ist man Linkshänder, sollte man eine Wärmebildkamera wählen, die mit beiden Händen gut bedienbar ist.

Was ist besser: Nachtsichtgerät oder Wärmebildkamera

Bevor man einen Kauf tätigt, sollte man herausfinden, für welchen Einsatzzweck man eines der Geräte kaufen möchte. Man kann schlecht sagen, ob Nachtsicht oder Wärmebild besser ist. Beide Methoden haben ihre Daseins Berechtigung, da man in unterschiedlichen Spektren etwas erkennt. Als Hand gehaltenes Gerät, nutz man heutzutage eher eine Wärmebildkamera. Denn um Wild festzustellen, haben sich Wärmebildkameras wegen unterschiedlichen Vorteilen durchgesetzt.

Wärmebildgeräte sind zwar auch witterungsabhängig, die Sicht im Regen oder Nebel wird schlechter, allerdings sieht man damit, im Gegensatz zu einem  Nachtsichtgerät.
Die Wärmesignatur von Wild wird sehr schnell wahrgenommen. Mit einem Nachtsichtgerät kann man allerdings bei guter Sicht und IR Aufheller genauer Ansprechen als mit einer Wärmebildkamera. Regnet es oder ist es neblig, so wird hiervon das Infrarotlicht reflektiert.
Nachtsichtgeräte sind Restlichtverstärker, diese funktionieren im Dunkel optimal wenn sie mit einem Infrarot Strahler verwendet werden. Dieser ist für das menschliche Auge unsichtbar.
Dieser Infrarotstrahl hat aber den Nachteil, dass er auch mit jedem anderen Nachtsichtgerät gesehen werden kann.
In bestimmten Wellenlängen kann das Infrarotlicht auch vom Wild wahrgenommen werden. Wärmebildgeräte kommen im Gegensatz hierzu ganz ohne Restlichtaufheller aus.
Lebt man in einem Land, in dem Vorsatzgeräte verwendet werden, dürfen oder hat eine Ausnahmegenehmigung, empfiehlt es sich, ein Nachtsicht Vorsatzgerät zu verwenden und eine Wärmebildkamera als Hand gehaltenes Gerät zu nutzen. So deckt man beide Bereiche ab.

Wärmebildkamera Vor- und Nachteile

Der große Vorteil einer Wärmebildkamera ist, dass man weniger witterungsabhängig ist als beispielsweise mit einem Nachtsichtgerät. Allerdings ist die Detailerkennung in der Regel nicht so hoch. Ein weiterer Vorteil ist, dass man z.B. kleinere Objekte wie Frischlinge in einer Rotte ausmachen kann, die mit einem normalen Fernglas nicht zu sehen währen. So kommt es häufig weniger zu Fehlabschüssen.

Arbeitet man mit einer Wärmebildkamera auf der Jagd, kann man oft schon früh erkennen von wo aus die Stücke anwechseln, was allerdings nicht geht ist, dass man durch eine Hecke oder beispielsweise durch einen Maisschlag schauen kann. Das Objekt darf nicht verdeckt sein.
Ein Wärmebildgerät kann auch bei der Nachsuche sehr hilfreich sein, da man oft die liegenden Stücke anhand der Wärmesignatur schnell finden kann. Ein Nachteil von Wärmebildgeräten ist, dass bei diesen beim Kalibrieren oft das Bild einfriert und man dabei ein Klack Geräusch vernehmen kann. Dies wird in der Regel weniger, wenn der Detektor warm gelaufen ist. Dieses Geräusch stört aber meist den Jäger mehr als das Wild, da es sehr leise ist.

Wo eine Wärmebildkamera kaufen?

Es empfiehlt sich das Zielfernrohr in einem Fachgeschäft in Ihrer Nähe oder in einem spezialisierten Online-Shop zu kaufen. Als Online-Shop empfehlen wir Ihnen unseren Partner LivingActive.de, da sie hier eine der größten und besten Auswahlmöglichkeiten an Zielfernrohren finden.

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ZU DEN WÄRMEBILDKAMERAS

Unsere Wärmebildkamera Videotestberichte

Wissenswertes & Häufige Fragen über Wärmebildkameras

Was ist eine Wärmebildkamera?

Eine Wärmebildkamera erzeugt mittels Infrarot Strahlung, die ein Objekt abgibt und für das menschliche Auge unsichtbar ist, ein Bild. Dieses Verfahren ist auch als Thermographie bekannt. Alle Objekte geben unterschiedliche Temperaturen ab, die in ein digitales Bild umgewandelt werden. Mit dem Bild eines Wärmebildgerätes lassen sich sehr schnell und gut Dinge erkennen, die ansonsten für das menschliche Auge unsichtbar wären.

Was kann man mit einer Wärmebildkamera machen?

Wärmebildkameras werden auch als Wärmebildgeräte bezeichnet und dienen unterschiedlichen Zwecken. Bei der Jagd sind sie sehr hilfreich, um Wild bei schlechter Sicht – z.B. Nachts – zu erkennen. Wild hebt sich durch die Körpertemperatur sehr gut von der Umgebung ab und kann dadurch sehr schnell und einfach mit der Wärmebildkamera wahrgenommen werden. Dies ist in heutigen Zeiten mit extrem hohen Schwarzwildbeständen sehr hilfreich. Mit der Hilfe von Wärmebildkameras kann das Wild sehr schnell aufgesucht und zum Teil auch angesprochen werden.

Man erkennt beispielsweise, ob sich in einer Rotte Wildschweine auch kleinere Frischlinge befinden. Des weiteren kann man mit hochwertigen Geräten bis zu einer gewissen Distanz erkennen, ob die Bache ein Gesäuge hat. Dies sind nur einige Beispiele, die dazu beitragen, auf dem heutigen Stand der Technik eine Tierschutz konforme Jagd durchzuführen.

Da die Jagd auf Schwarzwild momentan einen Wandel erfährt und da man auf Grund technischer Möglichkeiten eher des Nachts im Revier pirschen geht anstatt ruhig auf einem Ansitz für Stunden zu verharren, sollte man den Sicherheitsaspekt nicht aus den Augen verlieren. So kann man sehr wohl mit einer Wärmebildkamera das Schussfeld betrachten und dadurch ein Risiko für Mensch und Tier durch Schussabgabe noch weiter minimieren.
Sehr hilfreich sind die Wärmebildgeräte bei der Nachsuche. Da der Wirbelkörper nach Schussabgabe noch einige Stunden sehr warm bleibt, kann dieser unter Umständen sehr einfach gefunden werden.
Auch werden Wärmebildkameras mit Drohnen zur Kitzrettung eingesetzt.

Wärmebildkameras kommen in sehr vielen und unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Abgesehen von der Jagd werden diese in der Industrie bei Messverfahren, zur Erkennung von Materialschwächungen oder in der Medizin zur Untersuchungen z.B. vom Blutfluss verwendet. Die Feuerwehr nutzt Wärmebildkameras bei der Erkennung von Glut Nestern und Brandherden. Das Militär und die Polizei beim Auffinden von Personen.

Wann wurde die Wärmebildkamera erfunden?

Die Erfindung von Wärmebildkameras ist auf verschiedene Erkenntnisse und Entdeckungen des 19. und 20. Jahrhunderts zurückzuführen. Im militärischen Bereich wurde diese Technik in den beiden Weltkriegen vorangetrieben und weiterentwickelt. In der letzen Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wurde diese Technik dann auch im zivilen Bereich eingesetzt.
In der Form, in der wir heute Wärmebildkameras kennen, sind im jagdlichen Bereich ungefähr die letzten 5 – 10 Jahre maßgebend. Die Entwicklung von Hand gehaltenen kleinen Wärmebildgeräten geht momentan sehr schnell voran. Die Verbesserung von Detektoren und Displays spielt hierbei eine sehr große Rolle. Durch diese stetige Weiterentwicklung werden gute Geräte für den normalen Verbraucher immer erschwinglicher.

Wer hat die Wärmebildkamera erfunden?

Eine genaue Aussage hierüber zu treffen ist schwierig, da verschiedene Erkenntnisse zu der heutigen Art der Kameras führten. Die wohl bedeutendes Entdeckung hierzu war wohl vor ungefähr 200 Jahren, als Sir William Herschel das Infrarotlicht entdeckte. Er erkannte, dass in diesem Spektrum die Farben unterschiedliche Temperaturen haben. Diese werden mit einer Wärmebildkamera dargestellt.

Des weiteren spielt die Entdeckung des sogenannten Wood Effektes eine große Rolle. Robert William Wood entdeckte am Anfang des 20. Jahrhunderts, dass das grüne Chlorophyll von Blättern bei einer Infrarot Photographie weiß dargestellt wird.
Die meisten Entwicklungen und Erkenntnisse gab es wohl in militärischen Versuchen und Projekten in den beiden Weltkriegen.

Wie funktioniert eine Wärmebildkamera

Generell funktioniert eine Wärmebildkamera ähnlich wie eine normale Digitalkamera, allerdings wird mit dem Detektor eine andere Wellenlänge des Lichtes aufgezeichnet.
Die Infrarotquelle wird von einer meist aus Germanium bestehenden Linse in einer bestimmten Infrarotwellenlänge erkannt, die für das menschliche Auge unsichtbar ist. Die Optik kann aber auch aus Germaniumlegierungen oder Zinksalzen bestehen. Alle haben die Eigenschaft in den Wellenlängen des Infrarotbereich, das Licht durchzulassen, was mit einer herkömmlich Linse nicht funktioniert.
Die Infrarotstrahlung wird von einem Detektor in verwertbare elektronische Signale umgewandelt. Es gibt unterschiedliche Detektoren. Besonders durchgesetzt haben sich ASI und VOx Detektoren. Dieser Sensor ordnet den Temperaturen unterschiedliche Farben zu. Je nach Auflösung und Qualität kann das Bild sehr fein oder eher verpixelt dargestellt werden.
Über eine Platine und die Elektronik wird das Bild für das menschliche Auge sichtbar auf dem Display dargestellt.

Was sieht eine Wärmebildkamera?

Eine Wärmebildkamera sieht unterschiedliche Wärmesignaturen, welche Digital dargestellt werden. Die Wellenlänge des Infrarotbereiches ist normal für das menschliche Auge unsichtbar, kann aber durch die Germanium Linse dringen und wird über einen Sensor umgewandelt und dargestellt.
Die Wärmebildkamera funktioniert vom Prinzip her wie eine Digitalkamera, der Sensor oder Detektor der Wärmebildkamera erfasst allerdings die Wellenlänge der Infrarotstrahlung, die für ein menschliches Auge nicht sichtbar ist.

Was misst eine Wärmebildkamera?

Eine Wärmebildkamera, die zur industriellen Nutzung verwendet wird, misst die Temperatur und gibt diese wieder.

Einige Wärmebildkameras, die man zur Jagd verwendet, messen die Entfernung.
Diese Messung können unterschiedlich erfolgen:

  • anhand einer stadiametrischen Entfernungsmessung (zweier Striche ): zwischen diesen muss sich ein Objekt befinden, um die Entfernung zu Schätzen. Es muss aber bekannt sein, um was es sich bei dem zu messenden Objekt handelt. Dieses Messverfahren finden wir z.B. in der Pulsar Helion Serie wieder.
  • Wärmebildgeräte mit Laser Entfernungsmesser: dies ist z.B. bei Nacht sehr hilfreich um einen sauberen Schuss anzubringen.

Wie weit misst eine Wärmebildkamera?

Die Weite der Messung bzw. der Schätzung kann sehr unterschiedlich sein.

Bei einer stadiametrischen Entfernungsmessung, bei der das Objekt zwischen zwei Strichen stehen muss, kommt es darauf an, wie weit man mit der Kamera auch exakt ansprechen kann. Denn hierbei ist es wichtig zu wissen, um was es sich bei dem Objekt handelt.
Bei einem Laser Entfernungsmesser kommt es darauf an, für welche Distanzen dieser ausgelegt ist.

Was kann eine Wärmebildkamera?

Eine Wärmebildkamera kann Objekte, die normal für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, digital darstellen. Hierbei werden unterschiedliche Wärmesignaturen auf einem Display Dargestellt. Zudem gibt es viele verschiedene Ausführungen und Extras.

Wärmebildkamera mit Handy

Es gibt Smartphone Apps, die ein Wärmebild erzeugen sollen, dies funktioniert allerdings nicht, da allein die Infrarotstrahlen nicht von der normalen Fotolinse in dieser Wellenlänge aufgenommen werden können. Bei diesen Apps wird meist ein Filter über ein bereits vorhandenes Bild gelegt.
Um mit dem Handy oder Smartphone ein Wärmebild zu sehen, benötigt man eine externe Kamera, wie z.B. die Liemke Smart-13. Diese Kamera hat einen USB Anschluss und kann über eine App gesteuert werden. Diese kleinen Kameras verwendet man eher im häuslichen Gebrauch wegen ihrer geringeren Auflösung.

Allerdings gibt es z.B. die Pulsar Streamvision oder die Liemke Keiler App. Mit diesen Apps können Sie Bilder oder Videos auf Ihrem Smartphone anschauen oder auch verschiedene Einstellungen der Wärmebildgeräte steuern. Beim Test der Wärmebildkameras zeigt sich, dass diese Funktion sehr hilfreich ist, da die Funktionen über das Smartphone Display einfacher zu steuern sind.

Wärmebildkamera mit Temperaturanzeige

Wärmebildkameras mit Temperaturanzeige werden meist in der Industrie, zur Aufsuche von Fehlerquellen verwendet. Auch bei der Gebäudesanierung, bei der Auffindung von Kältebrücken, werden diese eingesetzt.
Wärmebildkameras für die Jagd, verfügen meist nicht über diese Option.

Wärmebildkamera Gesetzeslage

Momentan ist es so, dass der Besitz von handgehaltenen Wärmebildkameras und „dualuse“ Geräten in Deutschland nicht verboten ist. Die Verwendung in Verbindung mit einem Zielfernrohr ist verboten, kann aber in Abhängigkeit vom Bundesland von der zuständigen Behörde genehmigt werden. Wärmebildzielgeräte sind momentan noch verbotene Gegenstände, deren Besitz in Deutschland generell verboten sind.

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